25 x Kokosöl Anwendung.

Superfood und Wundermittel, so kennen und lieben wir unser Kokosöl. Tatsächlich ist das Öl vielfältig einsetzbar, auch wenn es keine Wunder wirkt.

  1. Mit Kokosöl kochen. Überwiegend wird Kokosöl in der Küche eingesetzt. Hier kann es für das Kochen, Backen, Braten und Fritieren eingesetzt werden, wie auch als Brotaufstrich. Jedes Fett, welches für die Zubereitung von Lebensmitteln eingesetzt wird, kann prinzipiell  durch Kokosöl ersetzt werden. Was nicht funktioniert ist eine kalte, flüssige Kokosöl Anwendung, wie z.B. Öl für Salate. Der Grund: Unterhalb von 25°C wird Kokosöl fest. Aufgrund der hohen Temperaturbeständigkeit eignete es sich auch sehr gut für das Braten, Backen und Fritieren. Nicht nur asiatische Speisen lassen sich mit Kokosöl zubereiten. Sehr hochwertiges natives Kokosöl hat nur eine dezente Kokosnote und ist für jede Zubereitungsart geeignet, denn das Kokosaroma tritt bei der Zubereitung pikanter Speisen dezent in den Hintergrund. Möchten Sie bewusst das Kokosaroma erhalten, geben Sie ein wenig Kokosöl auf das fertig zubereitete Gericht.
  2. Haut pflegen mit Kokosöl. Sie können mit Kokosöl Haut weich und geschmeidig machen. Die wertvollen Aufbaustoffe wirken auf Ihre Haut beruhigend und gesundheitsfördernd. Verteilen Sie etwas Kokosöl auf der noch etwas feuchten Haut, z.B. unmittelbar nach dem Duschen und abtrocknen, so dass noch etwas Restfeuchte auf der Haut vorhanden ist. Diese Feuchte kann dann zusammen mit dem Kokosöl in die Haut einziehen. Wichtig ist, das Öl nicht längerfristig auf die trockene Haut aufzutragen, da reines Öl die Haut dann noch weiter austrocknet. Zusammen mit ein wenig Feuchtigkeit wird die Haut aber ideal gepflegt, und neben der weichen, gesunden Haut erhalten Sie auch einen angenehmen Kokosduft!
  3. Mit Kokosöl Haare pflegen. Haarpflege ist eine beliebte Kokosöl Anwendung. Am besten benutzt man Kokosöl wie eine Haarspülung. Das Öl im feuchten Haar ca. 15 Minuten einwirken lassen und anschließend ausspülen. Hierdurch wird die Feuchtigkeit in den Haarspitzen eingeschlossen, die wertvollen Aufbaustoffe des Öls haben Zeit in das Haar einzuwirken, und Sie erzielen einen samtweichen Glanz für Ihr Haar.
  4. Kokosöl ins Tierfutter. Haustiere wie Hunde und Katzen profitieren von den gesundheitsfördernden Eigenschaften das Kokosöls. Täglich einen Esslöffel ins Futter geben.
  5. Zeckenschutz. Mensch und Tier werden gleichermaßen vor Zecken geschützt, wenn sie mit diesem Naturprodukt ihre jeweilige Oberfläche einreiben. Warum? Zecken mögen den Geruch der Laurinsäure nicht, aus welchem Kokosöl rund zur Hälfte besteht.
  6. Massage. Kokosöl ist ein hervorragendes Massageöl. Es ist nicht zu schnell, riecht angenehm, und es pflegt die Haut hervorragend. Einziges Manko ist die Konsistenz. Am besten vor der Massage im Wasserbad aufschmelzen.
  7. Kokosöl zum Rasieren. Vor der Rasur die Haut mit Wasser befeuchten, und großzügig Kokosöl auf der zu rasierenden Haut auftragen. Mit Shampoo und etwas Wasser durch schnelles Reiben auf dieser Haut etwas Schaum erzeugen. Nun ist ein Gleitfilm auf der Haut, der durch das Shampoo aufemulgiert und geschäumt wurde. Nun lässt sich wunderbar rasieren. Anschließend waschen und noch etwas Kokosöl als Aftershave auftragen, fertig!
  8. Vitamine mit Kokosöl. Es ist ein Mythos, dass Kokosöl viele Vitamine enthält. Diese Aussage ist in keiner Weise haltbar, auch nicht für natives, schonend kaltgepresstes Bio-Kokosöl bei 37°C, auch wenn viele Hersteller damit lautstark Werbung machen. Frag mal nach einer Analyse. Allerdings fördert Kokosöl die Aufnahme verschiedener Mineralien wie Kalzium und Magnesium, sowie fettlöslicher Vitamine wie A, D, E, K, Betacarotin (Vitamin A-Vorstufe in Gemüsen) und B-Vitamine. Eine ausgewogene Ernährung ist natürlich Voraussetzung, denn die Vitamine kommen kaum aus dem Kokosöl selbst. Wer sagt das? Die einzige zuverlässige Quelle für Informationen erscheint mir das United States Department of Agriculture (USDA). Dieses führt regelmäßig Analysen von Lebensmitteln durch und veröffentlicht die Ergebnisse. Das Nährstoffprofil von Kokosöl ist hier. Alle anderen Webseiten schreiben von hier ab, oder erfinden frei. Kritikpunkt: Das USDA nennt nicht, um welche Art von Kokosöl es sich handelt.
  9. Kokosöl als Sonnenschutz. Kokosöl hat, wie die meisten Pflanzenöle, einen kleinen natürlichen Sonnenschutzfaktor. Der Lichtschutzfaktor (LSF) beträgt ca. 4-5. Es gibt verschiedene Aussagen, z.B. hier, hier oder hier. Für einen ausgedehnten Aufenthalt in der Sonne ist der Schutz mit Kokosöl keinesfalls ausreichend. Ggfs. eignet sich Himbeerkernöl hier besser. Dennoch, die Kokosöl Anwendung als Sonnenschutz kann je nach Hauttyp, Vorbräunung und Intensität des Sonnenbadens gerade richtig sein.
  10. Den Metabolismus anregen. Kokosöl enthält überwiegend mittelkettige Fettsäuren (Medium Chain Triglycerides, MCT). Diese werden im Körper schnell in Energie umgewandelt. Kokosöl wird daher auch als Sportlernahrung gehandelt.
  11. Ölziehen und mit Kokosöl Zähne putzen. Kokosöl ist wirksam gegen Bakterien. Eine Art ist Streptococcus mutans, welche für Plaque und Karies verantwortlich sind. Eine zehnminütige Mundraumbehandlung mit Kokosöl zeigt ähnliche Wirkung gegen diese Erreger wie eine antiseptische Zahnspülung, wie in einer Studie gefunden wurde. Zugegeben, die antiseptische Zahnspülung geht mit einer Minute Dauer schneller 😉 Das Ölziehen ist eine jahrhundertealte Methode, den ganzen Körper zu entgiften. Man nimmt einen Esslöffel Kokosöl in den Mund, und behält ihn ca. 10-20 Minuten darin, kontinuierlich umspülend und bewegend. Das Öl saugt nun allerhand Giftstoffe auf. Anschließend muss das Öl unbedingt ausgespuckt weden, nicht herunterschlucken! Das Gift soll ja heraus, nicht wieder rein. Für Träger von Amalgamfüllungen in den Zähnen wird Ölziehen nicht empfohlen.
  12. Die Gehirnfunktion anregen. Die mittelkettigen Fettsäuren im Kokosöl werden in Ketone umgewandelt, welche als Futter für’s Gehirn gelten (Eine Studie dazu gibt es hier). Es gibt auch Hinweise darauf, dass mittelkettige Fettsäuren gegen Gehirnerkrankungen wirken, wie Epilepsie oder Alzheimer (Studien dazu gibt es hier, hier und hier).
  13. Infektionen bekämpfen. Kokosöl verfügt über antibakterielle Eigenschafen, welche das Immunsystem des Körpers dabei unterstützen, Krankheiten zu bekämpfen. Beispielsweise wurde natives Kokosöl wirksam gegen einen Antibiotika-resistenten Darmerreger gefunden. Es sei angemerkt, dass der antibakterielle Effekt nicht bei rohem Kokosöl auftrat, sondern unter Einfluss des aufgespaltenen Kokosöls. Kokosöl wird durch Enzyme im Körper aufgespalten, ca. 15% im Magen, der Hauptteil im Darm.
  14. Den Cholesterinspiegel verbessern. Ja, Kokosöl hat eine vorteilhafte Wirkung auf den Cholesterinspiegel. Genaugenommen auf das Verhältnis des High Density Liboprotein (HDL) zum Low Density Liboprotein (LDL). Das „gute“ Cholesterin ist HDL (Studien hier, hier, und hier), das „schlechte“ Cholesterin ist das LDL. Der Konsum von Kokosöl führt zu einem höheren HDL Anteil. Daher ist selbst bei höherem Gesamt-Cholesterin Kokosöl geeignet, Herzkrankheiten zu vermeiden. Etwas Hintergrund: In den 70er Jahren wurde gegen gesättigte Fettsäuren propagiert. Denn diese erhöhen den Gesamt-Cholesterinspiegel (das tut auch Kokosöl). Man hat statistisch einen Zusammenhang zwischen Gesamt-Cholesterin und Herzgefäßerkrankungen festgestellt. Diesen Zusammenhang gibt es tatsächlich. Er ist aber nicht differenziert, da das HDL zu LDL Verhältnis außer Acht gelassen wurde. Diese undifferenzierte Aussage wird von der Pharma-/Chemiebranche sowie von diesen gesponserte Herz- und Ernährungsorganisationen auch heute noch propagiert. (Link zum Bericht der Amerkanischen Herz Assoziation vom 15. Juni 2017, Link zum Sponsorship derselben durch Bayer Crops Science, ehemals Monsanto).  Dabei weiß man heute eigentlich mehr.
  15. Mückenstiche pflegen. Die entzündungshemmenden und hautpflegenden Eigenschaften des Kokosöls können helfen, Mückenstiche schneller auszukurieren.
  16. Bauchfett reduzieren. Es gibt Hinweise, dass Kokosöl hilft, das Bauchfett zu reduzieren, indem man täglich ca. 30ml Kokosöl zum Speiseplan hinzufügt (siehe hier und hier). Nicht gerade repräsentative Studien, aber ein Hinweis.
  17. Flecken entfernen. Eine eher unbekannte Kokosöl Anwendung: Man kann Kokosöl sogar als Fleckentferner für Möbel benutzen. Etwas Kokosöl mit Soda vermischen, und die daraus entstandene Paste auf die Flecken auftragen, 5 Minuten wirken lassen und abwischen.
  18. Kokosöl als Deodorant. Statt Chemie kann man auch natürliches Kokoksöl zu einem Deodoranten umfunktionieren. Man nehme: 3 Teile Kokosöl, 2 Teile Natron und 2 Teile Kartoffelstärke. Nach Gusto können ätherische Öle als Parfüm hinzugefügt werden, oder auch nicht. Man mischt die beiden pulverförmigen Zutaten Natron und Stärke, und gibt nach und nach das Kokosöl in flüssigem Zustand hinzu, bis eine Paste entsteht. Wenn gewünscht, das Aroma hinzufügen und unterrühren. Je nach gewünschter Konsistenz etwas mehr oder weniger Kokosöl hinzufügen, und nicht vergessen dass die Mischung beim abkühlen aushärtet. Umfüllen in einen Cremetiegel, fertig!
  19. Narben vermeiden. Kokosöl wirkt heilungsfördernd. Bei oberflächlichen Verletzungen kann man die Haut mit Kokosöl pflegen, und wird sich wundern, wie schnell die Verletzung ausheilt, und dass dort keine Narben bleiben. Kokosöl schafft ideale Voraussetzungen und Aufbaustoffe für die Haut, die die betroffenen Stellen weich, flexibel und glatt machen, und genau dort die Rohstoffe vorlegen wo sie vom Körper gebraucht werden. Auf blutenden oder eiternden Wunden sollte Kokosöl nicht angewendet werden. Hier sind Verbände und Wundreinigungen angesagt. Sobald eine Borke ausgebildet ist, kommt Kokosöl zum Einsatz!
  20. Eigene Cremes mit Kokosöl herstellen. Kokosöl ist eine sehr schöne Zutat für selbstgemachte Cremes. Verschiedene Rezepte von Öl in Wasser (O/W) wie auch Wasser in Öl (W/O) Emulsionen können durch Kokosöl bereichert werden. Einfach in der Rezeptur passende Lipidkomponenten wie z.B. Neutralöl durch Kokosöl ersetzen, und schon ergibt sich eine schön pflegende und duftende Kokoscreme. Übrigens: Obwohl Kokosöl bei Raumtemperatur fest ist, hat es keine konsistenzgebende Wirkung auf Emulsionen. Das bedeutet, eine Creme mit Kokosöl bleibt auch in kaltem Zustand schön cremig, sie wird nicht fest. Und: Man muss trotzdem Konsistenzgeber hinzufügen, damit es nicht zu flüssig wird.
  21. Makeup Entferner. Kokosöl ist ein sehr sanfter, pflegender, absolut natürlicher und hautfreundlicher Makeup-Entferner. Man kann hiermit auch das Makeup um die Augen sanft und chemiefrei entfernen.
  22. Natürlicher Lippenstift. Kokosöl pflegt deine Lippen. Es ist aber nicht kussfest, probiere es noch heute aus! 😉
  23. Kokosöl gegen Schwangerschaftsstreifen. Auf allen Formen von Überdehungs-Streifen Kokosöl auf die Haut auftragen, und beobachten wie diese mit der Zeit leicht zurückgehen.
  24. Kokosöl bei Sonnenbrand. Leicher Sonnenbrand kann hervorragend mit Kokosöl behandelt werden. Die hautpflegenden Eigenschaften sorgen für eine schnelle Genesung. Bei starkem Brand ist dies jedoch nicht zu empfehlen, da hier vor allem Kühlung her muss, wogegen Kokosöl eher Wärmeisolierend wirkt. Aloe Vera ist dann besser.
  25. Eigene Seifen herstellen. Kokosöl ist eine schöne Zutat für hausgemachte Seifen.

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